Geovic Mining - Der zukünftige Cobaltstar aus Afrika?!
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- Kategorie: Geovic Mining
- Veröffentlicht am Sonntag, 09. September 2007 00:50
Das zentralafrikanische Land Kamerun ist den meisten Mitteleuropäern bis dato nur als das Land der "unbezähmbaren Löwen" - wie Kameruns Fußball-Nationalmannschaft landläufig genannt wird oder bei Kakao- und Kaffeegenießern bekannt.
Rohstofftechnisch war Kamerun - abgesehen von ein paar vereinzelten Ölfeldern vor der Küste (Kamerun befindet sich nicht unter den 50 größten Erdölfördernationen) - bisher eher ein weißer Fleck auf der Landkarte.
Doch das könnte sich nun ändern, Experten vermuten große Mengen Bauxit, Cobalt, Eisenerz und Nickel, die ersten Explorationsfirmen sind bereits vor Ort.
Einer dieser sogenannten „First-Mover“ (Vorreiter) ist die amerikanisch-kameruner Geovic Mining Corporation, welche vor allem auf der Jagd nach strategischen Metallen wie Cobalt und Nickel ist.
Das ehrgeizige Ziel von Geovic ist es dabei, die weltgrößte, primär Cobalt – abbauende Gesellschaft der Welt zu werden.
Die Hauptprojekte
Geovic Mining besitzt einen 60%igen Anteil an der kameruner Gesellschaft Cameroon PLC (GeoCam), welche die Exklusivrechte zur Exploration, Entwicklung und Produktion von sieben Cobalt- und Nickel- Deposits mit einer Gesamtlizenzfläche von 1.250 Quadratkilometern im Südosten des Landes besitzt. Diese liegen etwa 400km von der Hauptstadt Yaoundé und 640km vom Hochseehafen Douala entfernt.
GeoCam selbst wurde 1995 gegründet um diese von den Vereinten Nationen im Rahmen eines Entwicklungsprogramms identifizierte, mögliche Reserve zu explorieren.Â
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Nkamouna Deposit
Das Nkamouna Deposit ist das am weitesten fortgeschrittene Projekt der sieben Teillizenzen. In 2006 bestätigte eine auf Basis des kanadischen Ressourcenberechnungs-Standards NI 43-101 veröffentlichte Schätzung unter Stützung auf die Ergebnisse von über 1.300 Testbohrungen, eine Reserve (proven + probable) von 53 Millionen Tonnen Gestein mit einem durchschnittlichen Cobaltgehalt von 0,24% und einem durchschnittlichen Nickelgehalt von 0,72%. Unter anderem auch deshalb beauftragte man eine Pre-feasibility – Studie, welche positiv ausfiel. Die Grade sind wirtschaftlich, die Vererzung liegt mit einer durchschnittlichen Tiefe von 16 Metern oberflächennah.
Eine erste Produktion von anfänglich 4.000 Tonnen Cobalt und 3.000 Tonnen Nickel pro Jahr soll ab Ende 2009 in Gang gebracht werden. Dabei soll bereits im ersten Jahr ein Cash-Flow von 100 Millionen USD generiert werden. Die Gesamtkosten für die benötigte Anlage belaufen sich nach eigenen Schätzungen auf cirka 130 Millionen USD. Die Anlage soll sich bereits nach 1,3 Jahren vollständig amortisiert haben, vorausgesetzt die geplante Kapazität wird erreicht und die operativen Kosten können wie geplant auf unter einen USD je lb (1 lb = 0,454kg) Cobalt gedrückt werden. Eine Erweiterung der Anlage auf eine Kapazität von 8.000 Tonnen Cobalt bzw. 6.000 Tonnen Nickel pro Jahr wird mit weiteren 57 Millionen USD zu Buche schlagen. Die Minenlaufzeit beträgt auf dem heutigen Reservenstand 21 Jahre.
Unterstützt werden soll das ganze Vorhaben zusätzlich von der kameruner Regierung, die Geovic für die Anfangszeit eine Steuerermäßigung von 50% garantiert.
Eine endgültige Machbarkeitsstudie, deren Veröffentlichung für September 2007 geplant ist, wird noch konkretere Zahlen liefern und den weiteren Weg des Projekts weisen.
Mada Deposit
Die an Nkamouna angrenzende Mada-Lizenz beherbergt ebenfalls eine größere Co/Ni-Vererzung. Eine zweite auf NI-43101 basierende Schätzung brachte eine Ressource (inferred) von 145 Millionen Tonnen Gestein mit durchschnittlich 0,21% Cobalt und 0,48% Nickel ans Tageslicht, welche aber noch mittels Infill-Bohrungen bestätigt werden muß. Ein Einbezug der Mada-Vererzung in die Produktionspläne auf Nkamouna ist bisher nicht geplant. Das Management will hierzu erst die angeführten Bohrungen abwarten und daraufhin eine Pre-feasibility Studie erstellen lassen.
Weitere Projekte
Geovic besitzt über GeoCam die Lizenzrechte an fünf weiteren Deposits in Kamerun – Rapodjombo, North-/South-Mang, Messea und Kondong. Diese Gebiete wurden bisher nur sporadisch auf Vererzungen untersucht. Ergebnisse hierzu stehen derzeit noch aus.
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Das Management
Das Management von Geovic besitzt einen außergewöhnlich hohen Erfahrungsschatz und gute Referenzen.
Jack Sherborne – Chief Executive Officer
Der Geologe Sherborne kann auf mehr als 35 Jahre Erfahrung in der Minenbranche verweisen. Er ist seit 2001 bei Geovic und beriet die Company bereits vor seinem Eintritt in geologischen und metallurgischen Fragen.
William Buckovic – President
Buckovic war in seinen über 30 Jahren im Minengeschäft bereits mehrfach an der Entdeckung größerer Mineralisierungen beteiligt. Er verfügt über einen großen Erfahrungsschatz auf dem Gebiet der Basismetalle und Edelmetalle sowie im Eisenerzbereich. Dabei war er bereits bei Projekten auf allen Erdteilen im Einsatz.
David Beling – Chief Operating Officer
Der Mineningenieur Beling ist seit über 40 Jahren im Rohstoffbereich aktiv. Er war bereits in 200 Minenprojekte involviert und hatte es dabei mit über 150 Mineralverarbeitungsanlagen weltweit zu tun. Seine Karriere beinhaltete Maschinenbau- und Managementtätigkeiten, wobei er mehrere ausführende Positionen sowohl bei Junior- als auch bei Majorunternehmen begleitete, darunter unter anderem auch bei Phelps Dodge. Aktuell ist er neben seiner Tätigkeit bei Geovic auch bei Rare Element Resources als Director aktiv.
Greg Hill – Chief Financial Officer
Greg Hill hält einen MBA der Eliteuniversität Harvard. Er hat exzellente Verbindungen in die Finanzwelt und ist weltweit als CFO für zahlreiche Unternehmen unter anderem auch aus den Bereichen Telekommunikation, IT und Medizin tätig.
Wade Nesmith – Director
Nesmith bringt viel Erfahrung auf dem Gebiet der Unternehmensführung und -organisation ein. In der Vergangenheit war er für einige erfolgreiche Firmen tätig, darunter auch Silver Wheaton Corp..
Gregg Sedun – Director
Sedun ist unabhängiger Spezialist für Risikokapitalbeteiligungen. Er arbeitete unter anderem 14 Jahre als Anwalt im Finanzwesen und leitete sieben Jahre lang eine Beteiligungsgesellschaft. Sedun spielte eine entscheidende Rolle bei zahlreichen Firmenübernahmen, darunter die Übernahme von Diamond Fields Resources (mit 4,3 Mrd. USD bis dato teuerste Übernahme eines Junior Explorers). Â
Das Umfeld
Neben dem 60%igen Anteil, den Geovic Mining an den Lizenzen hält, ist die staatliche kameruner Gesellschaft „National Investment Company of Cameroon“ mit weiteren 20% beteiligt. Vier institutionelle kameruner Investoren besitzen einen weiteren Anteil von insgesamt 19,5%, welcher ebenfalls unter der Kontrolle der „National Investment Company of Cameroon“ steht. Die ausstehenden 0,5% liegen in den Händen von Geovic President Buckovic. Mit allen Investoren konnte im April 2007 eine Einigung über die gemeinsamen Ziele der Company erreicht und unterzeichnet werden. Ein Reviewing, also eine nachträgliche Vertragsprüfung, wie es derzeit in der Demokratischen Republik Kongo praktiziert wird ist somit ausgeschlossen. Die Regierung und das Volk von Kamerun werden angemessen an den Fördererlösen beteiligt.
Im Mai 2007 wurde darüberhinaus eine Absichtserklärung zur Abnahme der geförderten Mengen mit mehreren größeren Cobaltaufkäufern aus Japan und China unterzeichnet.
Eine umwelttechnische und soziale Überprüfung wurde durch die Regierung durchgeführt, die entsprechenden Maßnahmen positiv eingestuft und genehmigt. Innerhalb dessen wird mit dem firmeneigenen Sozialprogramm „GeoAid“ vor allem im medizinischen und humanitären Bereich versucht die Situation der lokalen Bevölkerung zu verbessern. Â
Ausblick/Fazit
Auf den ersten Blick erscheint Geovic gut aufgestellt, das Management hat ehrgeizige Ziele und klare Zeitvorgaben. Mehrere erfolgreich in Produktion gebrachte Minenprojekte sprechen eine eindeutige Sprache.
Das Hauptprojekt Nkouma und das zweite potentielle Projekt Mada machen Geovic bei Bestätigung der Ressourcen zu einem der größten Cobaltbesitzer weltweit, die anderen fünf Projekte bergen laut Management ein hohes Potential an weiteren Mineralisationen.
Abgeschlossene Kapitalaufnahmen von insgesamt 89 Millionen USD in 2007 finanzieren die anstehenden Arbeiten bis zum geplanten Produktionsbeginn vollständig. Teile davon können für den Aufbau der benötigten Produktionsanlagen verwendet werden.
Auch der Rahmen ist relativ günstig, man hat sowohl die Unterstützung der kameruner Regierung, der Hauptinvestoren an den Projekten und konnte darüber hinaus erste Abnahme-Verträge für die geförderten Cobaltvorkommen abschliessen.
Letzte rechtliche Vereinbarungen, die Lizenzen und Wasserrechte betreffend sollen bis Ende 2007 erfolgreich abgeschlossen werden.
Der Rohstoff Cobalt findet mehr und mehr Anwendungsfelder, inwieweit sich die Situation bis zum Produktionsbeginn entwickelt muß abgewartet werden.
Die größte Herausforderung für das Management dürfte in der Bewältigung der zu erwartenden Transportprobleme liegen. Der Hochseehafen Douala liegt über 600km vom derzeitigen Lizenzgebiet entfernt. Es existiert keine direkte Eisenbahnlinie, die gut ausgebaute zweispurige Autobahn reicht nur bis auf 130km an die Projekte heran.
Sollten die Marktpreise für Cobalt und Nickel auf dem derzeitigen Niveau bleiben und die Machbarkeitsstudie wie erwartet positiv ausfallen, so dürfte die Finanzierung des ersten Projekts im beschriebenen Umfeld reine Formsache sein. Die erwähnten kleineren Stolpersteine sollten von einem erfahrenen Management mit exzellenten Verbindungen in alle notwendigen Bereiche (administrativ, technisch, logistisch, usw.) bewältigt werden können.
Alles in allem präsentiert sich Geovic Mining gut aufgestellt um eine erste Mine in Produktion zu bringen und das angestrebte Ziel, größter Cobaltproduzent der Welt zu werden, zu erreichen.
Informationsmöglichkeiten:
www.geovic.net Â
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